Häufig gestellte Fragen

Was muss ich tun, um einen Schlüssel nachzumachen?

Suchen Sie sich die Schlüsselart aus und bestellen Sie diesen über unseren Onlineshop. Senden Sie nach der Bestätigungsmail Ihren zu kopierenden Schlüssel ein. Die Kosten für die Einsendung werden von Ihnen getragen. Nach Eingang der Zahlung und des Originalschlüssels, wird der Ersatzschlüssel hergestellt und kostenfrei zurück gesendet. Die Lieferzeit beträgt 2-3 Tage.

Wie versende ich den zu den Originalschlüssel?

Am sichersten ist der Versand mit einem luftgepolstertem Umschlag oder in einem Päckchen. Bei normalen Briefumschlägen, kann es vorkommen, dass durch die scharfen Kanten des Schlüssels der Umschlag aufreißt. Kleben Sie den Schlüssel auf ein Blatt Papier (mit Klebeband), so dass der Schlüssel nicht lose im Briefumschlag hin und her rutscht. Wir empfehlen für den Versand Deutsche Post, DHL oder Hermes als Versandpartner.

Versandadresse:

Keycopy.de
z.H.: Joscha Aricatt
Hohe Str. 18-20
50667 Köln

Wie viele Schlüssel muss der Vermieter einen Mieter zur Verfügung stellen?

In der Regel richtet sich die Anzahl der Schlüssel, je nach dem wie viele Personen in der Wohneinheit leben. Jeder der einen Mietvertrag unterschreibt müsste beim Einzug einen Schlüssel bekommen. Auch Menschen die nicht im Mietvertrag stehen, wie Lebenspartner, größere Kinder oder Großeltern haben Anspruch auf einen Schlüssel.

Falls ein Mieter eine Wohneinheit alleine bezieht, hat derjenige die Möglichkeit bis zu zwei Schlüssel zu verlangen, um einer Vertrauensperson im Urlaub den Zugang zu ermöglichen. (Amtsgericht Berlin-Schöneberg, Az. 103 C 406/90). In diesem Fall können die Kosten für die Erstellung der Schlüssel, dem Vermieter in Rechnung gestellt werden.

Welche Schlüssel bekomme ich beim Einzug vom Vermieter ausgehändigt?

Wenn Sie einen Mietvertrag unterschrieben haben, bekommen Sie vom Vermieter die Haus- und Wohnungstür Schlüssel, Schüssel für Nebenzimmer wie Keller oder Dachboden sowie für den Briefkasten werden Ihnen ausgehändigt.

Zusatzschlüssel für die Reinigungskraft oder Haushaltshilfe?

Nach Einzug in Ihre Wohneinheit haben Sie die Möglichkeit Schlüssel für weiteren Bedarf, wie zum Beispiel für Ihre Reinigungskraft oder Haushaltshilfe, nachzumachen. Sie können diese beim Vermieter anforder (Amtsgericht Karlsruhe, Az. 12 C 319/95; Amtsgericht Berlin-Wedding, Az. 2 C 332/85).

Die Kosten für die weiteren Schlüssel muss der Mieter tragen. Sie können natürlich den Schlüssel auch selber nachmachen lassen.

Benötige ich eine Einverständnis vom Vermieter, wenn ich Schlüssel nachmachen lasse?

Bei normalen einfachen Schlüssel reicht eine kurze Mitteilung an den Vermieter. Bei Sicherheitsschlüssel benötigen Sie eine Berechtigungskarte oder Schlüsselkarte vom Vermieter. Dies wird auch von Keycopy empfohlen, um die Sicherheit der Schließanlage zu gewährleisten. Will Ihnen der Vermieter die Berechtigungskarte nicht geben, können Sie die Herausgabe eines zusätzlichen Schlüssels gerichtlich erzwingen (Landgericht Berlin, Az. 65 T 92/90).

Ist eine Sicherheitskarte oder Berechtigungskarte erforderlich um einen Sicherheitsschlüssel zu kopieren?

Das Landgericht Ulm hat in einem Verfahren zwischen dem Zylinderhersteller DOM und einem Schlüsseldienst (Urteil vom 11. Februar 2011, Aktenzeichen 10 O 115/10 – siehe Gerichtsurteile) in erster Instanz entschieden, dass sich ein Schlüsseldienst beim Verkauf von Nachschlüsseln, ohne Bestehen vertraglicher Verpflichtungen, keine Sicherungskarte vorlegen lassen muss.

Darf mein Vermieter eine Kopie von meinem Wohnungsschlüssel besitzen?

Ohne Ihrer Erlaubnis ist dies nicht möglich! Falls er dennoch einen Schlüssel besitz und Ihre Wohnung betritt, begeht er Hausfriedensbruch. In diesem Fall haben Sie die Möglichkeit Ihre Wohnung fristlos kündigen (Landgericht Berlin, Az. 64 S 305/98). Stellen Sie fest, dass der Vermieter noch einen Schlüssel hat und ihn nicht herausgibt, dürfen Sie das Wohnungstürschloss auf seine Kosten auswechseln lassen (Amtsgericht Köln, Az. 217 C 483/93).

Schlüssel verloren? Was tun?

Als erstes sollten Sie den Verlust, beim Raubüberfall, bei der Polizei melden. Informieren Sie Ihren Vermieter damit weitere Schritte eingeleitet werden können. Die Kosten muss je nach Verlust ggf. vom Mieter getragen werden.

Sie müssen aber nur zahlen, wenn Sie Schuld am Verlust trifft. Auch hier urteilen Gerichte streng. Lassen Sie Ihre Handtasche samt Schlüssel im Auto liegen und wird der Wagen aufgebrochen, haften Sie für den Schlüsselverlust (Amtsgericht Hohenschönhausen, Az. 5 C 348/03). Das gilt auch, wenn ein Wohnungsschlüssel verschwindet, den Sie unter Ihre Fußmatte gelegt hatten.

Keine Schuld trifft Sie, wenn Ihnen Ihre Handtasche samt Schlüssel auf der Straße gewaltsam entrissen wurde. Dann müssen Sie nicht zahlen. Eine Klausel in einem vorformulierten Mietvertrag, wonach der Mieter auch ohne Schuld die Folgekosten zu tragen hat, ist unwirksam (Landgericht Hamburg, Az. 316 S 55/98).

Richtig teuer kann es werden, wenn ein Schlüssel verloren geht, der nicht nur in die eigene Wohnungstür, sondern auch zur Schließanlage des Hauses passt. In einem Fall vor dem Amtsgericht Hohenschönhausen musste ein Mieter für zwölf neue Schließzylinder zahlen.

Info: Diese Gesetze regeln Fragen rund um das Thema Schlüssel nachmachen und Mietvertrag

  • § 535 Abs. 1 Satz 2 BGB: Die Mietsache muss in einem geeigneten Zustand zum vertragsbestimmten Gebrauch übergeben werden – das bedeutet u. a. dass dem Mieter genügend Schlüssel zur Verfügung stehen müssen. Die Anzahl der Schlüssel richtet sich grundsätzlich nach der Anzahl der Bewohner (dazu: LG Bonn 2010); ein Einzelmieter hat wenigstens zwei zu erhalten (dazu: AG Karlsruhe 1995)
  • ebenfalls § 535 BGB: „Schlüsselklauseln“ über Haftung / Schlüssel nachmachen / Verlust sind nur dann wirksam, wenn auf die Fälle beschränkt, in denen der Mieter tatsächlich schuld ist, die Haftungssumme begrenzt ist und Missbrauchsgefahr besteht (dazu: LG Berlin 1995)
  • § 309 Nr. 12 b BGB: Klausel über Bestätigung des Mieters, eine bestimmte Anzahl an Schlüsseln erhalten zu haben, ist unwirksam – es bedarf einer gesonderten Quittierung
  • § 551 Abs. 1 BGB: Erhebung eines Schlüsselpfands ist unrechtmäßig, wenn bereits eine Mietkaution i. H. v. drei Monatsmieten erhoben wurde (dazu: LG Berlin 1998)
  • § 546 BGB: Am Ende des Mietverhältnisses hat der Mieter dem Vermieter alle – auch selbst nachgemachte – Schlüssel auszuhändigen; möchte der Vermieter die Kosten dafür nicht tragen, so hat sie der Mieter nachweislich zu vernichten

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